Württembergische Staatseisenbahnen

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Neues zur T4a

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Nun stimmt es also doch! Was im Manuskript von Helge Günther noch Spekulation war, eine T4a umgebaut aus der alten württ. Güterzuglok E, wurde nun von kompetenter Seite bewiesen. Werner Willhaus hat mir freundlicherweise den folgenden Text, den er für den Arbeitskreis Eisenbahnhistorie Stuttgart verfasst hat, zur Verfügung gestellt:

 

Zusammenfassung der Umbauten der wü. Litera E (siehe Bild "Einkorn") zu Tenderloks:

Zur Vertiefung nochmals die Umbauten der "E" als Übersicht. Bei allen diesen Tenderlokumbauten blieb der ursprüngliche Abstand der Kuppelachsen:

a) Umbau zur T4a (Achsfolge 2’B, Antrieb außen, Antrieb 2. Kuppelachse)
- umgebaut die "Rottenburg 89" (Gewichtsberechnung mit Details vorhanden)

b) Umbau zur T2aa (Achsfolge 1B, Antrieb außen, Antrieb 1. Kuppelachse
- umgebaut die "Tuebingen 88" und die "Stuifen 118" (siehe Bild "Tuebingen")

c) Umbau zur T (Achsfolge B, Antrieb außen, Antrieb 2. Kuppelachse)
- umgebaut die "Waldenburg 87", "Kirchberg 105", "Kupfer 113", "Markgroeningen 115", "Weibertreu 117", "Buehler 126" und "Limpurg 129" (falsch ist „Limburg“, richtig "Limpurg", benannt nach der Burg des "Schenk Konrad von Limpurg", Schwäbisch Hall)

Dem Arbeitskreis Eisenbahnhistorie Stuttgart liegt die Gewichtsberechnung einer "E" für den Umbau in eine Tenderlok vor (Original von 1876). Neben der nackten Auflistung der Gewichte fällt einiges auf, was ich hier "kundtun" möchte:

Es wurde ja schon häufiger spekuliert und angenommen, dass sich hinter der Klasse T4a mehrere verschiedene Maschinenausführungen verbergen. Die vorgenannte Berechnung von 1876 bezieht sich auf die Lok "Rottenburg" "89", die als einzige aus einer originalen Güterzugs "E" in eine T4a umgebaut wurde. Es steht hiermit fest, diese Umbaulok behielt ihren ehemaligen Achsstand:

Abstand der Kuppelachsen = 2250 mm
Abstand der vorderen Kuppelachse zum 2. Laufrad = 1980 mm
Abstand der Laufräder = 840 mm
Überhang hinten, Treibachse bis Puffer = 1710 mm

Die Berechnungen zeigen, dass die Lok ihre angestammte Achsfolge behielt und der Antrieb auf hinteren Achse verblieb, Steuerung außen (während die Glatt – ebenfalls eine T4a – beispielsweise die Steuerung innen hatte).

Darüber hinaus sind einige zu ziehende Informationen ebenfalls von Interesse:

Das wü. Riffelblech (u.a. der Tritte) wird als "Trottoir-Blech bezeichnet", Blechstärke 6 mm,
der Halter vorne z.B. als Trottoirwinkel mit Träger.
Puffer: Württembergische "F" ältere
Injecteure: Bauart Württemberg "B"
Sandinhalt des Sanddoms 0,13 cbm = 330 kg
Kohlevorrat der Umbaulok = 1400 kg
Sämtliche Wandstärken der neuen Wasserkästen 4 mm, außer Boden - der 5 mm
Wasservorrat = 5724 kg
Die Pfeife blieb auf dem hinteren Dom

Kessel:

Langkessel 163 Röhren, 2420 mm lang, 45 mm Durchmesser; die Dicke wird mit 2 1/2 angegeben, wobei ich nicht weiß ob dies 2 1/2 Millimeter oder ein engl. Rohrmaß sind (die anderen Maße tragen Maßeinheiten mm).
Wasserfüllvolumen zyl. Teil des Kessels 5780 kg
Wasser um Feuerbüchse 2030 kg

Lastverteilung:

Triebachse: 5540 (Anm. je Rad)
Kuppelachse: 4320 (Anm. je Rad)
Vordergestell 4630 (Anm. je Rad)
Gesamtgewicht: 63.240 kg

Was auf der Hompage von Aristoteles unterstellt war, ist somit bewiesen. Die Litera T4a ist ein Sammelplatz unterschiedlicher Umbauten. Die Skizze im „T-Buch“ deckt wie vermutet nur eine Variante der Umbauten ab (was u.a. auch im Vergleich der Skizze T4a zu Foto der Glatt sichtbar ist).

Grüßle Werner Willhaus