Württembergische Staatseisenbahnen

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Die Badische Ie/ 88 75

Württ. Ac (Albrecht Ebinger)
Württ. ADh (Albrecht Ebinger)
Württ. ADh (Alexander Busch)
Württ. C (Fritz Müller)
Württ. F2
Württ. G12 (Fritz Müller)
Württ. K (Fritz Müller)
Württ. T (Fritz Müller)
Württ. T2 (Fritz Müller)
Württ. T3
Württ. T3 (Fritz Müller)
Württ. T4a
Württ. T5 (Albrecht Ebinger)
Württ. T9 (Fritz Müller)
Württ. T9
Württ. T14
Württ. T18 (Albrecht Ebinger)
Württ. T18 (Fritz Müller)
Württ. Tn (Fritz Müller)
Württ. DT14 (Fritz Müller)
Württ. KL2 (Fritz Müller)
Württembergischer A 901 (Albrecht Ebinger)
Württembergische BCCi  (Fritz Müller)
Württembergischer PwPosti Wü98 (Albrecht Ebinger)
Württembergische Ci (Fritz Müller)
Württ.Gepäckwagen (Fritz Müller)
Württ. P 137 (Fritz Müller)
Württembergischer Gefangenenwagen
Drehgestelle Roco Schnellzugwagen (A.Ebinger)
Württembergischer Gm
Ein anderer Gm
Württembergischer Hs (Albrecht Ebinger)
Württembergischer Litera H
Württ. Litera H (Fritz Müller)
Württ. Litera J (Albrecht Ebinger)
Württembergischer Litera J
Württ. Litera J (Fritz Müller)
Württembergischer Litera J 1591 (Fritz Müller)
Württembergischer Salzwagen (Fritz Müller)
Württembergischer Litera K
Württ. Litera K (Fritz Müller)
Württembergische Langholzwagen (Fritz Müller)
Württembergischer Litera M
Württembergischer Zichorienwagen
Württembergischer Ni
Württembergischer Omq
Württembergischer Omq (Fritz Müller)
Württembergischer Gaswagen (Christian Sauer)
Württ. Bierwagen (Fritz Müller)
Württembergischer Weinfasswagen (Albrecht Ebinger)
Württembergischer Weinwagen (Fritz Müller)
Bad. Ie (Albrecht Ebinger)
Badischer SSml
Elsass-Lothringen S
Elsass-Lothringen Sl
Baureihe 02
Umbauten Albrecht Ebinger
Personenwagen Bernd Beck
Güterwagen Bernd Beck 1
Güterwagen Bernd Beck 2
Baubericht Sächsischer Di (Nils Moh)
Umbau: Sächsischer Gm (Nils Moh)
Baubericht Sächs. Ommt (Nils Moh)

 von Albrecht Ebinger

Als vor vielen Jahren die Kleinlok "Anna" von Fleischmann erschien, fiel mir die Ähnlichkeit mit der Bad. Ie auf und ich kaufte sie. Maßvergleiche mit der Obermayer-Zeichnung offenbarten jedoch eine weit entfernte Ähnlichkeit mit dem Vorbild, weshalb sie zunächst im Karton verblieb. Vor einigen Jahren beschloss ich, den Umbau trotzdem zu wagen wohlwissend, dass mir die „kleine Badenerin“ erheblichen Aufwand bereiten würde. Immerhin besaß die Bad. Staatsbahn 30 Stück der Bauart Ie, weshalb sie durchaus gewürdigt werden darf.

 

 

Zunächst wurde aus dem inzwischen meine Bibliothek bereichernden Reprint "Verzeichnis der Lokomotiven und Tender der Badischen Staatseisenbahnen" die Zeichnung auf 1:87 verkleinert, um die Maße abgreifen und das Modell so genau wie möglich nachbilden zu können. Eine weitere Hilfe waren die (leider) wenigen mir vorliegenden Fotos des Vorbildes.

 

 

 

 

Als erstes wurde die Lok "zerlegt" und  die Achsen nach vorn versetzt, die vordere leicht pendelnd und eine zusätzliche Untersetzungsstufe von Märklin eingebaut (wegen des leiseren Laufs aus Kunststoff), um der Lok eine dem Vorbild angepasste Geschwindigkeit zu verleihen. Die „rustikalen“ Räder wurden gegen jene der E 70 von Trix ausgetauscht. Die sichelförmigen Gegengewichte wurden nur an den Enden weg gefeilt und die richtigen aus 0,2 mm dünnem Messingblech angebracht. Feinere Kuppelstangen entstanden aus Neusilber-Ätzabfallteilen. Die Treibstangen und Steuerungsteile entstammen dem "Gernrode"-Bausatz von Weinert. Die Zylinder wurden abgesägt und seitenverkehrt wieder angeklebt, weil das spiegelverkehrt dargestellte Flachschieber-Gehäuse nicht dem Vorbild entspricht. Die Bremsgehänge wurden vom Rahmen abgetrennt und mittels Messingdrahtwinkeln auf Radebene angebracht. Unter den Zylindern wurde ein den Maßen des Rahmens angepasstes Bleigewicht eingebaut, wodurch sowohl die Achslast der Vorderachse als auch das Aussehen der Stirnseite verbessert wurde.

 

 

Der neue Kessel ist ein Drehteil aus massivem Messing, der Kamin (8011) fand sich im Weinert-Sortiment, ebenso die einstufige Luftpumpe (8416). Die Rauchkammertür entstand aus 0,5 mm dünnem Polystyrol (Conrad-Bauplatte), die Scharniere aus "evergreen"-Streifen. Die Kochtöpfe, pardon Dome entstanden aus Kunststoff-Abfällen, wofür Angüsse von Spritzlingen sowie ein alter zylindrischer Kugelschreiber verwendet wurden. Wichtig war und ist, dass solche „Rohstoffe“ möglichst aus Polystyrol bestehen, weil sie mit Nitroverdünnung mittels eines feinen Malpinsels ohne unschönen Kleberflecken zuverlässig „verschweißt“ werden können. Natürlich auch mit Sekunden-Kleber unter Verwendung einer Nadel.

Jetzt hatte ich zu entscheiden, ob ich das zu große Führerhaus entweder „kreuz und quer“ zersägen und nach befeilen wieder zusammenkleben oder ein neues Gehäuse aus Messingblech herstellen soll. Ich entschied mich für erstere Variante. Das war eine mühsame Arbeit und stellte sich im nachhinein als Fehler heraus, denn sicherlich wäre eine Neuanfertigung schneller fertig geworden, auch weil es inzwischen Nieten als „Schiebebilder“ aus dem "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" gibt. Das Guss-Rahmenteil musste im Bereich des Motors sowohl vorn als auch hinten etwas gekürzt werden, um für das nun verkleinerte Führerhaus Platz zu schaffen. Für die Haltestangen mit den Kugelköpfen an den Türen des Führerhauses wurden LKW-Peilstangen von Weinert verwendet. Die Trittstufen-Holme haben dieselben Abstände wie die Haltestangen Die Aufstiegstritte sollten eigentlich unter Verwendung von geätzten Tritten entstehen, doch fand ich keine mit den passenden Holm-Abständen. Daher wurden welche der Liliput-`95 verwendet, welche zwar etwas voluminös sind, jedoch annähernde Maße haben und unten an den Rahmen geklebt werden konnten. Die Kohleklappen -Deckel entstanden In gleicher Weise wie die Rauchkammertür, die Trichter aus 0,2 mm dünnem Weißblech.

Der Umlauf entstand unter Verwendung einer 0,5 mm dünnen Fleischmann Kunststoff- Verpackungseinlage, welche ein akzeptables Riffelblechmuster besaß, jedoch im Gegensatz zu Messing-Riffelblech mit dem Schneidmesser zugeschnitten und auf der Unterseite durch „evergreen“-Streifen verstärkt werden konnte. Ferner konnten wegen des knappen Abstandes zu den Spurkränzen Kurzschlüsse vermieden werden. Die Einströmrohre entstanden aus Kabelstücken, die Ausströmrohre aus Kupferdraht. „Zwischendurch“ wurden die rückseitigen Lampen ausgebohrt und Hutzen sowie Bügel angebracht. Für die Frontlampen wurden württembergische von Brawa verwendet, welche große Ähnlichkeit mit den badischen Vorbildern besitzen.

 

 

An der unlackierten Lok ist zu erkennen, dass es sich eigentlich um einen Neubau unter Verwendung geeigneter Teile aus allen möglichen Werkstoffen handelt.

 

 

Der Probelauf ergab eine bemerkenswerte Laufruhe, Zugkraft und die erwartete Vorbild-Geschwindigkeit, wodurch die mühselige Arbeit zusätzlich belohnt wurde.

Nachdem ich keine befriedigenden Unterlagen über die Länderbahn-Beschriftung fand, entschloss ich mich die Lok der DRG (Ep. II) zuzuordnen. Die Beschilderung wurde auf dem PC hergestellt.

 

 

 

Albrecht Ebinger, Frühjahr 2013

 

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