Württembergische Staatseisenbahnen

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Friedrichshafen - Hafenbahnhof

Impressionen Friedrichshafen
Württembergische Lokomotiven
Rudersberg (Albrecht Ebinger)
Welzheim (Albrecht Ebinger)
Württ. Besandungsanlage (Albrecht Ebinger)
Bundesbahndirektion Stuttgart

Friedrichshafen - Hafenbahnhof in der Zeit des Übergangs. Die Zeit der Königlich württembergischen Staatseisenbahn ist längst vorbei. Nach dem verlorenen 1. Weltkrieg und der Abdankung des württembergischen Königs wandelt sich nun die württembergische Staatsbahn allmählich zur Reichsbahndirektion Stuttgart innerhalb der Deutschen Reichsbahngesellschaft.

Diese Zeit, etwa von 1920 - 1926, möchte ich auf meinem Anlagenteilstück darstellen. Es ist die ausgehende Epoche 1, in der noch die alten württembergischen Fahrzeuge aus der Länderbahnzeit verkehren, aber auch viele preußische Gattungen als Ersatz für einen überalterten und kriegsbedingt heruntergewirtschafteten Fahrzeugpark im Einsatz waren. Die wenigen Einheitslokomotiven sind noch rar in der Region um Friedrichshafen, dass wegen des unzulänglichen Oberbaus von je her das "Altersheim" der württembergischen Betriebsmittel war. Nachdem Württemberg als erstes Land den Bodensee mit der Eisenbahn erreicht hatte und einer kurzen Blütezeit, in der man große Verkehrsströme erwartet hatte, wurde eigentlich Nebenbahnbetrieb abgewickelt. Der große Eisenbahnverkehr nahm andere Wege. Nur die Sommerresidenz des Königs, der Verkehr in die Schweiz und erste touristische Aktivitäten gaben dem Endpunkt der alten Südbahn eine hervorgehobene Bedeutung.

Der Hafenbahnhof mit seiner Trajektanlage existiert als jahrzehntelanges Provisorium. Zu einem angemessenem Umbau wird es erst 1933 kommen. Einige Daten zur Geschichte der Südbahn sind auf der Homepage von Albrecht Schäffer zu finden. Wie der schematische Gleisplan des Hafenbahnhofs aussah können sie hier betrachten.

Viele der Lokomotiven die auf meiner Modellbahnanlage verkehren, haben den Hafenbahnhof nie gesehen. Die meisten aber sind zumindest in Württemberg gelaufen. Der Rest gefällt mir einfach. Diese Freiheit nehme ich mir, denn in erster Linie soll die Modellbahn Spaß machen und entsprechend der bescheidenen Ausmaße einen sinnvollen Betrieb ermöglichen.
So ist es möglich, aus einer Kassette heraus mit einem Zug die Anlage zu befahren. Dort kann rangiert werden oder die Wagen auf einen Trajektkahn verladen werden. Ein eher beschaulicher Betrieb im alten Hafenbahnhof, auch wenn sich doch ab und zu eine württembergische C oder eine der großen F-Kuppler der Classe K an den See verirren.

Wenn sie nun das Thema interessiert, lassen sie sich einladen zu einer Fahrt an den Bodensee mit der ehemaligen württembergischen Staatsbahn.

klick mich, ich werde ein Bild

Weitere Bilder der Anlage finden sich unter "Impressionen".

Unterbau

Der Anlagenunterbau wurde in offener Rahmenbauweise aus Tischlerplatten erstellt. Da es kaum Geländeerhebungen gibt, ist die Oberfläche ebenfalls eine Tischlerplatte.

Landschaft

Wenn man überhaupt von Landschaftsbau sprechen kann, so besteht sie aus einer Korkauflage, Gipsabgüsse von Spörle-Formen für die Straßen und Mauern (Hier gibt's eine gute Anleitung von Peter Baining) sowie Kalksteinschotter und Kies von Asoa. Pflanzen und Bäume wurden aus Naturmaterialien oder Draht hergestellt. Belaubt wurden diese mit Produkten von Silhouette und Heki. Das Gras stammt von Silhouette.

Gleise

Die Gleise stammen von Peco. Code 100.

Gebäude

Die Gebäude sind auf unterschiedliche Art und Weise entstanden. Das Empfangsgebäude ist aus Karton, das Fachwerk aus Furnier und die Fenster von einem Fallerbausatz. Die Bahnsteigüberdachung wurde aus Northeastern - Leisten gefertigt. Das Gebäude am Bahnübergang ist auf die gleiche Weise gebaut worden. Bei dem Geschäftshaus wurde Polystyrol verwendet und die Fenster sind von Casalux (lasergeschnittener Karton). Dünne Hartschaumplatten (3mm) waren Baustoff für das Hotel Prinz Carl. Der Güterschuppen ist wieder aus Polystyrol, auch das Gebälk im Innern. Alle Gebäude haben konkrete Vorbilder aus Büchern des Metzverlags. Aber nur das Empfangsgebäude steht in Friedrichshafen. Die anderen Gebäude sind in Tübingen, Reutlingen, Rottenburg und Calw heute noch zu finden.